Kantatengottesdienst mit der Kantorei Werdenfels

So, 9.10.2022 10:30 Uhr
Veranstaltungsort
Johanneskirche
Hindenburgstr.41
82467 Garmisch-Partenkirchen
benannt nach dem Evangelisten Johannes - wahrscheinlich Lieblingsjünger Jesu, Bruder Jakobus des Älteren, Verfasser des Johannesevangeliums, der Johannesbriefe und evtl. der Apokalypse. Möglicherweise überlebte er ein Martyrium in Rom durch siedendes Öl, starb eines natürlichen Todes als erster Bischof von Ephesos (ca. 100 n. Chr.) und war Lehrer des Polykarp von Smyrna.
Bild des Veranstaltungsortes
Foto: Claus Hütterott
musikalische Kategorie
Kantate/Oratorium/Passion; Gesang/Chormusik; Orgelmusik; Ensembles/Solisten
Interpreten
Kantorei Werdenfels
Orgelreiseweg Franken-Schwaben
Nein
Veranstaltung "Mach Kirchenmusik"
Nein
Allgemeine Informationen
Wikipedia:

Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden (BWV 47) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1726 in Leipzig für den 17. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 13. Oktober 1726 erstmals auf.
Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte und Worte
2 Besetzung und Aufbau
3 Musik
4 Einspielungen
5 Literatur
6 Weblinks
7 Einzelnachweise

Geschichte und Worte

Bach komponierte die Kantate 1726 in seinem vierten Amtsjahr in Leipzig für den 17. Sonntag nach Trinitatis. Sie wird seinem 3. Kantatenzyklus zugerechnet. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Eph 4,1–6 LUT, die Ermahnung zur Einigkeit im Geiste, und Lk 14,1–11 LUT, die Heilung eines Wassersüchtigen am Sabbat.

Der Text stammt von Johann Friedrich Helbig (1680–1722), der ab 1718 Hofdichter in Sachsen-Eisenach war. Der Text erschien 1720 in der Sammlung von Kantatentexten für ein Jahr Aufmunterung zur Andacht.[1] Es ist der einzige Kantatentext des Dichters, den Bach vertonte, und man weiß nicht, ob Bach ihn aus der erwähnten Veröffentlichung kannte oder durch eine Kantate von Georg Philipp Telemann, der für den Gebrauch in Eisenach viele Texte dieses Dichters verwendete. Telemann hatte Helbigs Text als Teil seines „sicilianischen“ Kantatenjahrgangs 1719/20 vertont (TWV 1:1603).[2][3]

Der Ausgangspunkt des Textes ist die letzte Zeile des Evangeliums (Satz 1), im Weiteren wird in starken Worten vor Hochmut gewarnt, die letzte Arie ist ein Gebet um Demut. Der Schlusschoral ist die elfte und letzte Strophe von Warum betrübst du dich, mein Herz (Nürnberg, 1561),[4] den Bach 1723 in der Kantate Warum betrübst du dich, mein Herz verarbeitet hatte.
Besetzung und Aufbau

Die Kantate ist besetzt mit zwei Vokalsolisten (Sopran und Bass), vierstimmigem Chor, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola, obligater Orgel und Basso continuo.

Coro: Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
Arie (Sopran): Wer ein wahrer Christ will heißen
Recitativo (Bass): Der Mensch ist Kot, Stank, Asch und Erde
Aria (Bass): Jesu, beuge doch mein Herze
Chorale: Der zeitlichen Ehrn will ich gern entbehrn

Musik

Der Eingangschor ist der Schwerpunkt des Werks. Das lange Ritornell ist etwas ähnlich wie Bachs Orgel-Präludiums in c-Moll (BWV 546), transponiert nach g-Moll.[5] Die Oboen spielen ein in Sequenzen ansteigendes Motiv, das später in den Singstimmen ein Fugenthema wird, um die Selbsterhöhung darzustellen. Ein Kontrasubjekt in Gegenrichtung illustriert die Erniedrigung. Die Fuge wird durch einen bekräftigenden homophonen Nachsatz abgeschlossen. Die Abfolge von Fuge und Nachsatz wiederholt sich ein weiteres Mal, dann wird das Ritornell wiederholt mit einem Choreinbau, der den gesamten Text bekräftigend bringt.[6]

Die Sopran-Arie wurde ursprünglich von einer obligaten Orgel begleitet, wie drei Wochen später die Arie Ich geh und suche mit Verlangen. In einer späteren Aufführung wählte Bach stattdessen die Violine. Die Da-capo-Arie beschreibt Demut im ersten Abschnitt, Hochmut im Mittelteil durch widerborstige Rhythmik (Alfred Dürr), während das Continuo Themen aus dem ersten Abschnitt beibehält. Das einzige Rezitativ ist der zentrale Satz der Kantate und wird von Streichern begleitet. Die zweite Arie ist dreiteilig, doch ohne gesungenes Da capo. Oboe und Violine sind gleichwertige Partner zur Bass-Stimme in einem Gebet um Demut. Der Schlusschoral[7] ist in auffälliger Schlichtheit vierstimmig gesetzt.Wik
Veranstalter / veröffentlicht von:
Kirchenmusik im Evang.-Luth. Dekanat Weilheim

Am Öferl 8
82362 Weilheim
wilko.ossoba-lochner@elkb.de
https://www.dekanat-weilheim.de/
Telefon: 0171 / 574 07 50
[3076]